Medienmitteilungen Wendepunkt
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1'000 Franken, ein Mann, eine Idee und ein Gott, und heute, 15 Jahre später, ein Sozialunternehmen, das jährlich 18 Millionen Franken umsetzt, 110 Festangestellte beschäftigt und Platz bietet für 550 Teilnehmende.
Das ist die Stiftung Wendepunkt. Das ist das Resultat von viel Durchhaltewillen, gegenseitiger Achtung und Grosszügigkeit auch in turbulenten Zeiten, dem Willen zur Professionalität – und vor allem: Von der segnenden Hand Gottes. Wir kennen das Bild: Aus einem Weizenkorn wird eine 100-fache Ähre, mit sehr bescheidenem Zutun unsererseits: Wir setzen den Samen, begiessen ein bisschen vielleicht, doch dass die Sonne scheint, der Regen fällt, und das Pflänzchen wächst und wächst, dafür können wir nichts, das ist ein Geschenk.

Beispiel bestätigt

Immer wieder beobachte ich, dass Gott die segnet, welche «als erstes nach dem Reich Gottes trachten» (nach Matthäus 6,33), dass Gott ihnen gibt, was sie brauchen, was sie brauchen zum Dienst. Die Stiftung Wendepunkt ist ein Exempel dafür. Sie ist gewachsen, ist heute ein Sozialunternehmen, das handfeste Dienstleistungen anbietet im Gartenbau, in der Schreinerei, mit Kuvertierungs-, Verpackungs- und Recyclingaufträgen für Gewerbe und Industrie, Kinder betreut, Leute mit erstklassigem Essen bedient und Stellen vermittelt. Aber nicht nur das. Sie ist auch ein Unternehmen, das Soft-Skills berücksichtigt beim Anbieten von Arbeitsplätzen für Stellensuchende, Sozialhilfeempfänger und Asylsuchende, beim begleitenden Betreuen von Lehrlingen und beim Menschen Eingliedern in den ersten Arbeitsmarkt, beim Bieten von günstigem Wohnraum, beim Begleiten von Wohnverhältnissen und beim Ausbilden von Sozialmanagern.

Zukunftsträchtiger Pionier

Angebote dieser Art wird es auch in Zukunft brauchen. Denn persönliche Bande wie Familie, Nachbarn und dörfliche Gemeinschaft sind von tiefen Löchern geschwächt – Löcher, welche die öffentliche Hand nicht alleine stopfen kann. Öffentliche Finanzen – der Bund gibt mittlerweile jährlich 14 Milliarden Franken für Sozialausgaben aus, mehr als doppelt so viel wie noch 1990 – bieten zwar eine erste harte Hilfe, aber es fehlt dabei doch die weiche Seite, jene, welche Wärme gibt: Die gelebte Nächstenliebe. Diese versuchen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stiftung Wendepunkt weiterzugeben.

Ermutigung für Viele

Vor 15 Jahren hat die Stiftung vorausschauend Aufgaben übernommen, welche in Zukunft vermehrt noch auf uns warten werden. Mit ihrem Beispiel sind «die Wende-Pünktler» vielen Christen im Land zum Vorbild geworden. Wir sind ermutigt: Gott kann durch uns Dinge bewirken, wenn wir nur hingehen und den Menschen in diesem Land in Liebe dienen. Dieses Beispiel wurde am 5. April anlässlich des 15-Jahre- Jubiläums gefeiert.

Barbara Günthard-Maier